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| News für Topothekarinnen und Topothekare! |
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Liebe Topothekarin, lieber Topothekar,
Auf unseren Aufruf um Zusendung von Fotos und Geschichten zu den Bräuchen im Spätherbst haben wir viele Zusendungen erhalten – vielen Dank! Im heutigen Newsletter geben wir einen kleinen Einblick in die Tradition vom „Federnschleißen“. Außerdem möchten wir über drei tolle Initiativen rund um die Topotheken in Gaweinstal, Obersdorf und Wolkersdorf informieren.
Auf unserer Webseite des LEBENS.werten Weinviertels findest du noch viele weitere Informationen. Wir wünschen dir viel Spaß beim Lesen und Schmökern.
Dein Team der LEADER Region Weinviertel Ost Christine, Bianca, Caroline, Petra und Daniela
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| Federnschleißen im Weinviertel |
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Frau Martha Czech erinnert sich gern an das Federnschleißen in ihrer Kindheit. Im kalten Jänner trafen sich Nachbarinnen und Freundinnen, um die feinen Gänsefedern vom Kiel zu trennen. Die Frauen trugen Schürzen und Kopftücher, um sich vor Staub und Federn zu schützen.
Die im Sommer gezupften und getrockneten Federn wurden vorsichtig geleert, und die Arbeit begann. Während die Kiele unter den Tisch fielen, sammelte man die Federn auf dem Tisch. Beim Schleißen wurde viel getratscht, gesungen und über Dorfneuigkeiten gesprochen. Die Federn waren wertvoll, da die Töchter sie für ihre Aussteuer benötigten. Die Kinder freuten sich besonders auf den "Federhahn" – den Abschluss des Federschleißens, bei dem es Kuchen gab und gemeinsam gespielt und gesungen wurde.
Info: Martha Czech, Foto: 1983, Nachlass von Herrn Willibald Hochmeister.
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Streifing |
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Zwei Mal im Jahr wurden die Gänse gerupft. Das Federnschleißen war auch ein kleines Fest mit Musik, Gesang und viel Gelächter. © Johann Toifl
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Hörersdorf |
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Nach dem Federnschleißen musste die ganze Küche gesäubert werden, weil es überall Federn und Kiele gab. © Martha Warosch (Nachlass von Leopoldine Steingassner)
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Spannberg |
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Federnschleißen war eine Notwendigkeit. Federngefüllte Tuchenten und Pölster waren Teil der Mitgift, die eine junge Frau in die Ehe mitbrachte. © Eva-Maria Neumann
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| Federnschleißen in Altenmarkt |
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Waren die arbeitsreichen Sommer- und Herbstmonate für die bäuerliche Bevölkerung vorbei und nahten die Wintermonate. Da gab es - vor allem für die sogenannten "Weiberleut" - noch immer genug Arbeit. Eine der unterhaltsamsten Arbeiten war sicher das Federschleißen. Die Hausfrau lud dazu junge und alte Frauen ein, die Gänsefedern wurden emsig und sorgfältig geschlissen, da diese ja für die Füllung der Polster und Tuchenten benötigt wurden. Dabei wurde viel geplaudert, getrascht und die Gerüchteküche blühte sicher nicht schlecht, danach wurde als Dank zu Jause und Trank eingeladen und das Gelächter kam nicht zu kurz.
Info und Foto: ca. 1958 © Karl Rohrböck
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Gaweinstal: Topothek-Panoptikum |
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Das Topotheken-Team von Gaweinstal entführt im November auf eine Reise in die Vergangenheit der Gaweinstaler Katastralgemeinden.
Wann: 7. November 2024, 18:00 Uhr Wo: Gemeindeamt Gaweinstal, Sitzungssaal, Kirchenplatz 3, 2191 Gaweinstal
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Auch aktuelle Bilder gehören in die Topothek!
Die Topothek ist primär eine Datenbank, um Bilder von anno dazumal zu sammeln. Doch es ist uns auch ein großes Anliegen, dass die Topothek mit Bildern aus aktuellen Zeiten bespielt wird. Wir dürfen nicht vergessen - die Zeit vergeht schneller, als man denkt. Die aktuellen Fotos sind bald schon die “Alten”.
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